Diese Woche stellt Umzüge Wüst die Wohngebäudeversicherung als sinnvolle Maßnahme für Hausbesitzer vor. Egal ob Eigentumswohnung, Ein- oder Mehrfamilienhaus, Doppelhaushälfte oder Reihenhaus: Wasser, Feuer, Hagel und Sturm bedrohen nicht nur den Hausrat, sondern auch dessen Verpackung. Damit im Falle eines Schadens nicht der finanzielle Ruin droht, springt die Versicherung ein. Sie kommt für Reparatur, Ersatz, Instandsetzung und, im Fall eines Totalschadens, für den Wiederaufbau auf.

Eine geplatzte Rohrleitung, ein lodernder Tannenbaum, ein abgedecktes Dach: der Traum vom Eigenheim kann durch Unfälle mit natürlichen Gewalten schnell zum Alptraum werden. Sicher ist, wer sein Wohnhaus gegen derlei elementare Unglücksfälle mit einer Versicherung schützt. Als Wohngebäude gelten Häuser, in denen sich zum Großteil Wohneinheiten, aber auch Praxen und Büros befinden.

Der abgeschlossene Versicherungsvertrag schützt im Schadensfall das gesamte Gebäude und angrenzendes oder inwendig installiertes Zubehör wie Terrassen, speziell angefertigte Einbauküchen, Gartenhäuschen, Hundehütten, Gehwege, Hofplatz etc. Als Mieter sind Sie auf der sicheren Seite, soweit Sie zu dem vorhandenen gemieteten Inventar keine eigenen Installationen und damit Gefahrenquellen, wie z.B. eine Markise, hinzugefügt haben.

Wie hoch die Prämie bzw. Versicherungssumme eingeschätzt wird, liegt an unterschiedlichen verfahren. Eine Möglichkeit ist, ein Gutachten über den Wert erstellen zu lassen, wobei  sich die Höhe der Wiederaufbaukosten im Totalschadensfall oft nicht mit dem ermittelten Wert deckt. Zusätzlich kostet das Gutachten Geld.

Ein weiterer Weg ist, den Wert gleitend anhand der voranschreitenden Neubauten und baulichen Ergänzungen jährlich anzupassen. Als dritte Option bietet sich die Kalkulation anhand der Wohnfläche des Hauses an. Im Fall eines Schadens wird vergleichend ein Haus ähnlicher Größe und Konstruktionsart als Vorbild hinzugezogen und eine Entschädigungshöchstgrenze festgelegt.

1. Schadensfall: Feuer

Die Feuerschutzversicherung eines Wohngebäudes deckt folgende Schadensfälle ab:

  1. Explosion
  2. Implosion
  3. Brand
  4. Blitzschlag (Überspannungs- oder Kurzschlussschäden)
  5. Aufprall eines Luftfahrzeugs oder Teile dessen oder seiner Ladung
  6. Fahrzeugaufprall

2. Schadensfall: Wasser

Die Leitungswasserschutzversicherung eines Wohngebäudes deckt folgende Schadensfälle ab:

  1. Frost- und Bruchschäden
  2. austretendes Leitungswasser

Schäden durch beschädigte Rohrleitungen außerhalb des Gebäudes auf dem zugehörigen Gelände sollten durch eine Zusatzversicherung abgedeckt werden. Dies betrifft in erster Linie die Ab-, nicht die Zuflüsse.

3. Schadensfall: Sturm

Die Sturmversicherung deckt im Schadensfall Schäden durch Stürme und Hagelschauer ab Windstärke 8 ab. Die Daten werden mit meteorologischen Beobachtungen in der Umgebung abgeglichen.


Elementare Ereignisse wie Schnee- und Schlammlawinen, Erdrutsche, Sturmfluten oder Starkregen sind nicht mit einer normalen Wohngebäudeversicherung abgedeckt, sondern müssen mit einer Elementarschadenversicherung versichert werden. Betroffene Regionen liegen in der Nachbarschaft großer Flüsse wie Rhein, Donau, Ems oder Elbe, dem Mittelgebirgs- und Alpenraum. In stark gefährdeten Gebieten verlangen Versicherungen oftmals zusätzliche Änderungen an den zu versichernden Gebäuden, wenn der Versicherungsschutz weiter bestehen soll. Das können bestimmte Sicherungssysteme für Kellerfenster, Rückstauverschlüsse oder die Verwahrung wertvoller Gegenstände unter dem Dach sein.