Von der Anzeige im Internet bis zum Umzug  führt der Weg in die Traumwohnung über die Wohnungsbesichtigung. Kein unwesentlicher Schritt, wenn man keine bösen Überraschungen erleben will. Umzüge Wüst hat die besten Tipps zusammen gestellt.

Die Vorbereitung

Gut vorbereitet zur Wohnungsbesichtigung zu erscheinen signalisiert dem Vermieter ernsthaftes Interesse und sticht im Vorfeld Konkurrenten aus. Der erste Eindruck zählt. Fragen zu Quadratmeterzahlen, Energieausweis oder Nachbarschaft sollten notiert werden, um keine wichtige Information zu versäumen. Das suggeriert mitnichten Vergesslichkeit, sondern gute Planung.

Lieblingsmöbel, Einbauküche und Teppiche, die unbedingt mit in die neue Wohnung sollen, vorher ausmessen und einen Zollstock zur Wohnungsbesichtigung mitnehmen. So kann abgeschätzt werden, ob das Mobiliar passt. Nichts ist schlimmer, als wegen wenigen Zentimetern Platzmangel die geliebte Eckcouch beim Einzug nicht platzieren zu können.

Zur Wohnungsbesichtigung am besten zu zweit mit einem objektiven Betrachter anrücken. Der ist nicht euphorisiert und entdeckt Mängel, die zwei Augen allein entgehen können.

Am besten hat man wichtige Unterlagen wie

  • Mietschuldenfreiheit
  • Schufa-Auskunft
  • Bescheinigung der Mietschuldenfreiheit
  • Einkommensnachweise
  • ggf. Bürgschaft

gleich bei der Hand, um sie dem Vermieter auszuhändigen. Das schafft Vorteile bei der Vergabe.

Zur Vorbereitung gehört auch, sich über die eigenen Ansprüche im Klaren zu sein. Wieviele Zimmer sollen es mindestens sein? Ist das Stockwerk entscheidend? Ist die Parksituation von Belang? Wie weit dürfen Anschlüsse an den ÖPNV maximal entfernt sein? Finden sich dazu keine Informationen in der Anzeige, sollten diese Punkte auf die Fragenliste addiert werden.

Die Wohnungsbesichtigung

Als erste Regel gilt Pünktlichkeit. Wer den Vermieter freundlich mit Namen begrüßen kann, sammelt einen weiteren Stein im Brett. Viele Fragen zu stellen verdeutlicht Interesse und Ansprüche – keine schlechten Eigenschaften für einen verantwortungsvollen Vermieter.

Optimalerweise lässt sich eine zweimalige Begehung der Wohnung einrichten: einmal zur Nacht-, einmal zur Tageszeit. So können unterschiedliche Geräuschpegel, Gerüche (bei Nähe zu Restaurants), Lichteinfall oder Verdunkelung durch Schatten am besten abgeschätzt werden. Ist das nicht möglich, die Tageszeit wählen, zu der man sich hauptsächlich in der Wohnung aufhalten wird.

Die Besichtigung auf einen Werktag zu legen bedeutet, ein gutes „Mittel“ der durchschnittlichen Lärm- und Lichtsituation zu erleben. Ein Kompass erleichtert das Einschätzen der Himmelsrichtung. Ein Schlafzimmer zur Südseite hin? Eher unpraktisch.

In der gesamten Wohnung gründlich Lichtschalter, Armaturen und Türschlösser überprüfen und ausprobieren. Auf Details wie Scheuerleisten oder Türrahmen achten und ggf. Mängel notieren. So leistet man schon mal Vorarbeit für die Wohnungsübergabe. Wände, Decken und Fenster auf Feuchtigkeit und Schimmel kontrollieren – der Vermieter ist für die Behebung eventueller Missstände  und einhergehender Gesundheitsrisiken verantwortlich.

Zur Wohnungsbesichtigung gehört nicht nur, alle zugehörigen Zimmer und Balkons zu inspizieren. Keller, Dachboden, Garten oder PKW-Stellflächen sind ebenfalls einen Hingucker wert. So kann gleich die Nachbarschaft ein wenig inspiziert werden. Scheint das Umfeld den eigenen Interessen zu entsprechen? Bierkisten vor den Türen oder Buggys im Hausflur – hier sollte eingeschätzt werden, ob man mit den potentiellen neuen Nachbarn auf einer Wellenlänge sein könnte.