Bleigießen ist ein Spaß für die ganze Feiergemeinschaft und kann mit Kindern auch durch Bienenwachs ersetzt werden.

Bleigießen ist ein Spaß für die ganze Feiergemeinschaft und kann mit Kindern auch durch Bienenwachs ersetzt werden.

Oh, diese Leere zwischen Weihnachten und Silvester. Also, nicht die der Bäuche. Aber ist das Fest einmal vorüber geglitzert, bleiben von Familienbesuchen und Geschenken zwischen schmutzigem Geschirr, zerknülltem Packpapier und der nächsten Frühschicht in matschigem Regenwetter nicht viel Zeit, bevor sich das Jahr dem Ende neigt.

Der perfekte Zeitpunkt, um sich ein wenig zurück zu ziehen, die letzten Plätzchendosen zu räubern, die Nase in eine gute Lektüre zu stecken und über das vergangene Jahr zu sinnieren. Denn ist das neue einmal los gegangen, fordert es nach den ganzen Feiertagen meist unsere ganze Aufmerksamkeit.

Was war eigentlich im Juni? Wohin gingen die Reisen 2016? Welche Ereignisse stehen 2017 ins Haus? Womöglich ein Umzug? Was war mein schönstes Erlebnis und – was waren eigentlich meine guten Vorsätze für 2016? Vielleicht kann ich ja für 2017 gleich einige wiederverwenden.  Wen möchte ich im kommenden Jahr bedenken? Und, was wünsche ich mir eigentlich wirklich, so ganz tief in mir drin?

Die Zeit zwischen Weihnachten und dem sechsten Januar wird seit jeher als besondere Phase der Ruhe und inneren Einkehr betrachtet. Ein Umstand, der uns zwischen Gans und Raclette öfter entfällt. Die Träume in diesen zwölf Nächten wurden in alten Zeiten als Vorboten auf die zwölf Monate des nächsten Jahres gedeutet. Besonders in den Alpenregionen gehören die sogenannten Rauhnächte umher spukenden Dämonen, den Perchten und Krampussen, die mit scheppernden Kuhglocken Passanten erschrecken.

Den Rauhnächten entstammt auch das Ritual des Silvester-Räucherns und Bleigießens. Edle Gewürze und Harze werden entzündet und der Rauch durch alle Zimmer des Hauses und, in ländlichen Regionen, in die Ställe getragen, um alle Bewohner zu reinigen und zu segnen. Wird flüssiges Blei zügig in eine Schüssel mit kaltem Wasser gegossen, entstehen Gebilde, die Aufschluss über die Zukunft geben sollen.

Hokuspokus? Wahrscheinlich. Dass derlei Rituale Hoffnungen und Wünsche offenbaren, bleibt allerdings unbestreitbar. Außerdem bieten Bleigießen, Glückskekse und Walnuss-Schiffchen-Schwimmen einen schönen Zeitvertreib, bis endlich die Raketen steigen und das Neujahr begrüßt werden darf.

Die Firma Wüst wünscht auf jeden Fall einen unbeschwerten, vergnüglichen Rutsch und erleichtert auch im neuen Jahr jeden Transport in alter Frische!